Liebe Freunde des Oberlin–Hauses!

Es ist wieder eine Weile her, dass wir Sie über Neuigkeiten und Veränderungen informiert haben. Vieles ist in Bewegung, vieles wurde erreicht und doch hat sich eines nicht geändert: Die Spiritualität und Lebensweise in und um das Haus!

Auch dieses Jahr kamen wieder viele Gruppen um sowohl kulturell als auch geistig zu arbeiten: Viele Familien, Konfirmanden, und Themenbezogene Veranstaltungen konnten dank des Hauses stattfinden. Dank der internationalen Beteiligung der Christengemeinschaft an diesen Veranstaltungen wurde Der Geist des Hauses, mit regelmäßigen kultischen Handlungen der Christengemeinschaft in allen Sprachen Gepflegt.

Der Grund weshalb noch immer einige Gruppen leider abgelehnt werden müssen, ist ihr großes Unverständnis für die Dinge die in und um das Oberlin–Haus leben und der Pflege bedürfen. Aufgrund der mittlerweile recht stabilen finanziellen Lage des Hauses ist es überhaupt erst möglich geworden, die Gäste zum Wohl des Hauses zu selektieren. Es ist nicht nur Ihrer finanziellen Unterstützung sondern auch der Vielfältigen Ehrenamtlichen Beteiligung an Arbeiten und Verwaltung des Hauses zu verdanken, das die Spiritualität und der Grundgedanken des Hauses aufrecht erhalten werden kann.

Im Winter 2008/2009 musste aufgrund des langen und kalten Winters viel geheizt werden: drei mal 90 Kubikmeter Holz waren dafür notwendig! Ein großes Projekt war die Errichtung einer Natursteinmauer durch Pierre Linck. Das hölzerne Provisorium hatte ausgedient und der Hang an der Seite des Haupteingangs musste gesichert werden. Zwei Wochen dauerte die Errichtung der Natursteinmauer. Yann und Antoine, der Hausmeister und seine kräftige rechte Hand, vollendeten das Werk mit der Hilfe von vielen Freiwilligen. Mehrere Tonnen Steine wurden auf diese Weise zu einer sicheren und sehr schönen Lösung für das Haus!

Die Batterien des Hauses, die die Energie der Sonnenkollektoren speichern, hatten nach einigen Jahren ihren Dienst getan und mussten dringend ausgetauscht werden. Ein äußerst mühsames Unterfangen, das den Verwaltungsrat lange beschäftigt hat: es gibt leider nur wenige Firmen, die entsprechende Batterien herstellen – sie haben ihren Firmensitz meist in Deutschland. Nach langer Suche fand sich, nahe Mulhouse, ein Österreichisches Familienunternehmen, welches die Batterien zu akzeptablen Konditionen bis vor die Haustüre lieferte. Der Transporter mitsamt den Batterien rutschte aufgrund der Witterungsbedingungen in den Graben und hielt somit alle Nachbarn des Hauses auf Trab. So wurde jeder Akku einzeln von Traktoren geliefert und die Abholung der alten Batterien ließ auf sich warten, bis der Schnee geschmolzen war – also fast ein halbes Jahr!

Dem Deutschen Oberlin–Verein und Ihren großzügigen Spenden ist es zu verdanken, dass die nötigen 4000 Euro zur Verfügung standen. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön!

Nach über 30 Jahren hat auch der Generator zur Stromerzeugung seine besten Tage hinter sich: durch die starke Belastung aufgrund der schwachen alten Batterien lief er im Winter mehr als doppelt so viel wie eigentlich nötig. Bei einem der zahlreichen Reparaturen wurde er überdrüssig und zerstörte durch eine Überspannung jedes technische Gerät im Haus (zum Glück sind das nur zwei Fax – geräte und ein Computer) Beide wurden ersetzt.

Es wird momentan eine moderne und wartungs- sowie verschleißärmere Lösung gesucht, da es immer weniger Spezialisten gibt, die mit der Komplexität der Anlage zurecht kommen!

Es wird – egal welche Lösung gefunden wird – immer wichtig bleiben, dass die Gruppen im Haus so wenig wie nur irgend möglich auf Elektrizität angewiesen sind!

Der Tag der offenen Tür im September war wieder ein voller Erfolg: es kamen viele Besucher, die noch mehr Hausgemachte Flammenkuchen aßen und die angebotenen Führungen in und um das Haus in Anspruch nahmen. Erneut wurde die Kläranlage bestaunt und ist mittlerweile ein mehrfach nachgebautes Wunder der Natur im Einklang mit den Menschen! Eine Folklore – Gruppe sorgte am Nachmittag für festliche Stimmung.

Zwei mal wurden Arbeitsverträge für das Haus staatlich unterstützt: einmal für Yann Lecoguic den guten Geist des Hauses, sowie für Antoine Berton, der zweimal in der Woche im Haus arbeitet. Vieles wird nach wie vor von ehrenamtlichen Helfern bewältigt!

Aufgrund des Ausscheidens von Michael Wiehle aus dem Verwaltungsrat unterstützt nun Elke Dietze – Pfarrerin in der Gemeinde Schopfheim – den Verwaltungsrat als Pfarrerin der Christengemeinschaft. Der Verwaltungsrat trifft sich unverändert mindestens einmal im Quartal.

Das jüngste Mitglied des Verwaltungsrates hat, gemeinsam mit anderen Jugendlichen, den Verein „OberlinImpuls e.V.“ gegründet. Die Gründung des Vereines Ist ein weiterer Beitrag zur Unterstützung des Hauses und der Jugendarbeit. Mehrmals im Jahr veranstalten auf diese Weise Jugendliche eine Themenbezogene Tagung im Oberlin–Haus für andere Jugendliche. Des Weiteren unterstützt der Verein OberlinImpuls Konfirmandenfahrten der Christengemeinschaft. Auf der anderen Seite wird die Aktivität des Vereins von Pfarrern der Christengemeinschaft begleitet. Der Kultus der Christengemeinschaft ist dabei wesentlicher Bestandteil!

Wichtige Termine für das kommende Jahr:

Der 18. April 2010: Gesamtratssitzung ab 15 Uhr im Oberlin–Haus.

Dieser Brief ist die Offizielle Einladung für alle Freunde des Hauses! Die Tagesordnung ist: Berichte des Verwaltungsrates, des Schatzmeisters, die Entlastung derselben, sowie verschiedene Punkte.

Der 5. September 2010: Tag der offenen Türe.

Es wird um 9 Uhr Morgens eine Menschenweihehandlung geben. Bringen Sie gerne Freunde mit, die das Haus noch nicht kennen!

So wünschen wir Ihnen und Ihren Familien eine gute Osterzeit mit vielen schönen Tagen, in denen Sie vielleicht die Zeit finden das Haus zu besuchen – kann es ein schöneres Ausflugsziel geben?

Orbey, den 8. März 2010,

Für den Verwaltungsrat, Sandrine Hettiarachchige

Übersetzt von Kai Juninger